Labrang-Kloster

Das Labrang-Kloster liegt im Kreis Xiahe des Autonomen Bezirks Gannan der Tibeter in der Provinz Gansu und wurde im 48. Jahr der Kangxi-Ära der Qing (1709) gegründet. Es ist eines der sechs großen Klöster der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus und Sitz der lebenden Buddhas der Jamyang-Linie, kurz Tashikhyil-Kloster genannt; die chinesischen Quellen der Qing-Zeit transkribieren den Namen abweichend als 拉布楞, 拉布浪 oder 拉卜愣. Auf der Grundlage von Qing-Dokumenten wie der 《循化厅志》 (Chronik der Unterpräfektur Xunhua), den 《辛卯侍行记》 (Aufzeichnungen der Begleitreise im Jahr Xinmao), den 《平番奏议》 (Memorialen zur Befriedung der tibetischen Stämme) und den 《清实录》 (Wahrhaftigen Aufzeichnungen der Qing) verfolgt dieser Beitrag die Geschichte des Klosters — von Chaghan Danjins Einladung des ersten Jamyang zur Gründung über den neunzehnjährigen Prozess mit dem Heicuo-Kloster und den Streit mit dem Longwu-Kloster bis zum Fall Bangzhou — und versammelt historische Fotografien des Labrang-Klosters, die Harrison Forman von 1932 bis 1937 aufnahm.

Perioden
Qing-Dynastie
Regionen
Gansu
Ort
Kreis Xiahe, Autonomer Bezirk Gannan der Tibeter, Gansu
Panorama des Labrang-Klosters, fotografiert von Harrison Forman, 1937
Panorama des Labrang-Klosters, fotografiert von Harrison Forman, 1937

Einführung

Das Labrang-Kloster liegt im Kreis Xiahe des Autonomen Bezirks Gannan der Tibeter in der Provinz Gansu, am Nordufer des Oberlaufs des Daxia-Flusses. Der Name „Labrang“ ist die Umschrift des tibetischen „Lazhang“ (bla brang) und bedeutet die Residenz eines lebenden Buddhas; die Chroniken der Qing-Zeit verzeichnen außerdem seinen tibetischen Namen „Zhamuqier“, aus dem die heutige Bezeichnung „Tashikhyil-Kloster“ hervorging. Im 48. Jahr der Kangxi-Ära (1709) lud Chaghan Danjin, Beile der Khoshut-Abteilung von Qinghai[1] (später zum Prinzen befördert), den hochverehrten Mönch Ngawang Tsondrü ein, in seine Heimat, das Daxia-Tal, zurückzukehren und ein Kloster zu gründen, und stiftete fünfhundert Familien aus seinen Untertanen als Kultfamilien des Klosters[2]. Ngawang Tsondrü war Khenpo — also Abt — des Drepung-Klosters in Lhasa gewesen; die Nachwelt nennt ihn den ersten Jamyang. Im Herbst des 50. Jahres der Kangxi-Ära (1711) wurde die große Sutrenhalle mit achtzig Säulen fertiggestellt, und danach entstanden nacheinander die Jamyang-Buddhahalle und das untere tantrische Kolleg. So wuchsen das Kloster und die ihm zugehörige Stadt am Nordufer des Daxia heran und wurden später zu einem großen Kloster der Gelug-Schule[3] des tibetischen Buddhismus mit sechs Kollegien und zum Sitz der aufeinanderfolgenden Jamyang-Reinkarnationen.

Das Gebiet, in dem das Labrang-Kloster liegt, gehörte bereits in der Qianlong-Zeit zur Unterpräfektur Xunhua, das Kloster selbst jedoch unterstand dem mongolischen Kommanderieprinzen von Qinghai — wie es hieß: „Das Kloster liegt auf dem Gebiet der Unterpräfektur, gehört aber nicht zur Unterpräfektur.“ Während der Qianlong-Ära stritten die Mönche, gestützt auf die Macht des Kommanderieprinzen, wiederholt mit den benachbarten tibetischen Stämmen um Land, und die Rechtsfälle rissen nicht ab. Der Prozess gegen das Heicuo-Kloster dauerte nicht weniger als neunzehn Jahre. Ab dem 13. Jahr der Qianlong-Ära (1748) entsandte das Labrang-Kloster Mönche, die im Heicuo-Kloster das Amt des Fatai (Abtes) übernahmen; bis zum 37. Jahr waren es insgesamt sieben. In jenem Jahr erfuhren die Mönche und Laien von Heicuo, dass der Abt, den das Kloster in seinen Anfängen aus Tibet geholt hatte, in Songpan wiedergeboren worden war, und sie luden die Wiedergeburt stattdessen von dort ein. Das Labrang-Kloster wollte sich damit nicht abfinden, und sein Mönch Jamyang reichte umgehend Klage ein. Der Rechtsstreit durchlief mehrere Verhandlungen und Umkehrungen vor dem Befehlshaber von Qinghai, dem Präfekten von Lanzhou und dem Unterpräfekten von Xunhua, bis er im 55. Jahr der Qianlong-Ära (1790) mit der Formel „jeder verwaltet sein eigenes Kloster“ beigelegt wurde. Gong Jinghan, der Unterpräfekt von Xunhua, der die Chronik zusammenstellte, ging mit diesem Kloster noch härter ins Gericht: In seinem Kommentar schrieb er, „das Labrang-Kloster ist von jeher unermesslich reich“, nannte es ohne Umschweife „eine Plage im Herzen von Xunhua“ und schlug vor, es abzureißen und in mongolischem Gebiet neu zu errichten, „um künftiges Unheil an der Wurzel auszurotten“.

Im 22. Jahr der Jiaqing-Ära (1817) prozessierten das Labrang-Kloster und das Longwu-Kloster südwestlich von Xunhua um die Jurisdiktion über ein Kloster. Narsonga, der kaiserliche Resident in Xining, hörte nur einseitig die Darstellung der Lamas von Labrang und schrieb an Changling, den Generalgouverneur von Shaanxi und Gansu, er wolle drei- bis viertausend Salar-Soldaten (die heutigen Salaren) mobilisieren, um die Seite von Longwu zu vernichten; das erbeutete Vieh sollte den Soldaten als Belohnung zufallen. Im folgenden Jahr klagte Changling Narsonga in einem Memorial an, die Akten nicht eingesehen und dennoch leichtfertig Truppen bewegt zu haben; der Hof befand ihn für „des Amtes eines kaiserlichen Residents nicht gewachsen“ und überwies ihn dem zuständigen Amt zur Beratung seiner Bestrafung. Zu Beginn der Daoguang-Ära ordnete Nayancheng, Generalgouverneur von Shaanxi und Gansu, die tibetischen Angelegenheiten Qinghais neu und betrachtete das Labrang-Kloster als einen zu befestigenden Pass: Das Kloster war der Sammel- und Vertriebsweg, über den die Tibeter der Gegend von Songpan in Sichuan Tee, Blei und Schwefel, Eisenwaren und Verpflegung handelten, und der mit der Inspektion beauftragte Kommissar beantragte, neben dem Kloster einen Kontrollposten mit hundert ständig stationierten Soldaten zur Überwachung einzurichten. Über die tibetischen Angelegenheiten sprechend, schätzte Nayancheng, dass die drei Klöster Labrang, Zongka und Longwu „bis zu zwanzig- bis dreißigtausend Lamas an sich ziehen“; bei so vielen Mönchen könne man nicht gewährleisten, dass sich keine Übeltäter unter ihnen versteckten, und das Verbot von Tee und Verpflegung bedeute, diesen großen Klöstern die Lebensader abzuschnüren.

Im 12. Jahr der Tongzhi-Ära (1873) baten die Tibeter der acht Stämme von Maiwu und anderer um ihre Umgliederung unter die Verwaltung von Taozhou; Zuo Zongtang, Generalgouverneur von Shaanxi und Gansu, entschied, dass Labrang und die Stämme von Maiwu „eine einzige Einheit bilden“, und wies sie gemeinsam Taozhou zu. Zugleich vermerkte er, dass die Klöster von Labrang von den erhobenen Warentransitabgaben[4] fünftausend Liang an die Staatskasse ablieferten, während „die jährlich eingenommenen und ausgegebenen mehr als zweihunderttausend nie einer Nachfrage unterzogen wurden“. Im folgenden Jahr enthielt auch die Abrechnungsliste der Militärbedarfe von Shaanxi und Gansu, die Zuo Zongtang einreichte, einen Posten „erhalten: 4.816 Liang Silber als Spende des tibetischen Klosters Labrang in Gansu“. Im 8. Jahr der Guangxu-Ära (1882), als die Behörden die angesammelten Fälle der tibetischen Stämme untersuchten, trat der Jamyang Khutukhtu hervor, um die tibetischen Massen zur Unterwerfung zu bewegen, und erhielt für diesen Verdienst den Titel eines Chan-Meisters „Guangji“ verliehen — „Khutukhtu“ war der Rangtitel, mit dem der Qing-Hof große lebende Buddhas investierte. Ende des 15. Jahres der Guangxu-Ära (1889) kam es im Labrang-Kloster der Unterpräfektur Xunhua zu einem bewaffneten Handgemenge unter den tibetischen Mönchen, das nach seiner Niederschlagung nach tibetischem Brauch entschieden und abgeschlossen wurde; am selben Tag forderte der Hof das Labrang-Kloster außerdem eindringlich auf, Bangzhou auszuliefern, einen von Sichuan gesuchten flüchtigen Verbrecher. Bis zum 18. Jahr der Guangxu-Ära (1892) war der Fall immer noch nicht abgeschlossen, und auch gegen den Jamyang Khutukhtu selbst wurden Anklagen erhoben; der Hof befahl dem Generalgouverneur von Shaanxi und Gansu sowie der Seite Sichuans, jeweils Beamte zur Untersuchung zu entsenden. Erst im 23. Jahr der Guangxu-Ära (1897) wurde der Fall abgeschlossen: Das Labrang-Kloster gab die besetzten tibetischen Ortschaften der Sichuan-Grenze zurück und leistete Entschädigungen in Silber und Sachwerten; Bangzhou wurde jedoch nie gefasst.

Im Juni des 16. Jahres der Republik (1927) richtete die Provinz Gansu das Verwaltungsamt Labrang ein — eine Übergangsinstitution vor der Errichtung des Kreises —, das unmittelbar der Provinzregierung unterstand; im Januar des folgenden Jahres wurde es in den Kreis Xiahe umgewandelt, benannt nach dem Daxia-Fluss. Die in der Republikzeit zusammengestellte Chronik, die die Bauwerke Gansus verzeichnet, hebt ausdrücklich hervor: „Das Labrang-Kloster im Kreis Xiahe hat besonders viele goldene Ziegel.“ Ab 1932 besuchte der amerikanische Journalist Harrison Forman das Labrang-Kloster mehrfach und hinterließ eine systematische fotografische Dokumentation des Klosters; in seinen Aufnahmen von 1937 finden sich sowohl eine mit Gerüsten umgebene, in Restaurierung befindliche Buddhahalle als auch der fünfte Jamyang Tenpai Gyaltsen, der gerade einundzwanzig Jahre alt geworden war.

Während des Widerstandskriegs gegen Japan organisierte der fünfte Jamyang die hundertacht dem Labrang-Kloster unterstehenden Klöster und die verschiedenen Stämme zur Unterstützung der Front. 1938 entsandte er seinen dritten älteren Bruder Huang Zhengji an der Spitze einer Delegation aus Mönchen und Laien nach Chongqing und an die verschiedenen Kriegsschauplätze, um Trost zu spenden; 1943 verfasste er das Schreiben 《为宣传抗建告蒙藏同胞书》 (An die mongolischen und tibetischen Landsleute zur Verkündigung von Widerstand und nationalen Aufbau), das in tibetischer und chinesischer Schrift gedruckt wurde und das er in die Weidegebiete an der Grenze von Gansu, Qinghai und Sichuan mitnahm, um es dort überall zu verkünden; gemeinsam mit seinem älteren Bruder Huang Zhengqing rief er außerdem zu Spenden auf und sammelte eine Summe, mit der sich dreißig Flugzeuge kaufen ließen, wofür die Nationalregierung dem Labrang-Kloster eine Ehrentafel mit der Aufschrift „Reichtum beisteuern, das Vaterland verteidigen“ verlieh. Am Ende des Schreibens an die Landsleute sprach er den Wunsch aus: „Mögen die Soldaten des Widerstands für Generationen Frieden und Glück genießen, möge der Staat zehntausend Jahre fest bestehen, möge die Welt für immer Frieden haben.“

Historische Dokumente

《循化厅志》 (Chronik der Unterpräfektur Xunhua)

拉卜楞寺在甘家寨,青海蒙古郡王所辖。

Das Labrang-Kloster liegt in der Ortschaft Ganjia und untersteht dem mongolischen Kommanderieprinzen von Qinghai.

按拉卜楞寺,番名札木奇尔,寺在厅地而非厅所属。僧众杂还,倚恃郡王之势,屡与各番争地,控案不一而足。又招内属番族为其所属,或藏匿亡命,此循化腹心之一害也。当令拆毁,于蒙古界别建寺字,不许在内地,以绝后患。拉卜楞即拉布楞,番语也。

Kommentar: Das Labrang-Kloster, dessen tibetischer Name Zhamuqier lautet, liegt auf dem Gebiet der Unterpräfektur, gehört aber nicht zu deren Zuständigkeit. Seine Mönche, eine bunt gemischte Menge, stützen sich auf die Macht des Kommanderieprinzen und streiten immer wieder mit den verschiedenen tibetischen Stämmen um Land; die Rechtsfälle sind zu zahlreich, um sie aufzuzählen. Außerdem werben sie unterworfene tibetische Stämme des Landesinneren ab, um sie zu ihren eigenen Angehörigen zu machen, und verbergen zuweilen Flüchtige: Das ist eine Plage im Herzen von Xunhua. Man sollte es abreißen lassen und in mongolischem Gebiet ein anderes Kloster errichten; ihm darf nicht gestattet werden, im Landesinneren zu bleiben, um künftiges Unheil an der Wurzel auszurotten. „Labuleng“ und „Labrang“ sind ein und dasselbe Wort aus der tibetischen Sprache.

《循化厅志》 (Chronik der Unterpräfektur Xunhua), Band 6, „Klöster“, Eintrag „Labrang-Kloster“, zusammengestellt von Gong Jinghan, revidiert von Li Benyuan, Qing-Dynastie, Abschrift aus dem 24. Jahr der Daoguang-Ära

黑作寺在黑作寨厅治南二百八十里。

Das Heizuo-Kloster liegt in der Ortschaft Heizuo, zweihundertachtzig Li südlich des Sitzes der Unterpräfektur.

按今呼黑错寺,番名札木喀尔寺,据拉卜塄呈,又称为加卡尔寺。

Kommentar: Heute nennt man es Heicuo-Kloster; sein tibetischer Name ist Kloster Zhamukaer, nach einem Schriftsatz von Labrang auch Kloster Jiakaer genannt.

康熙二十一、二年间,土官喇嘛盆错却合旦建。雍正二年,该番投诚,始归厅辖。寺内住持,前为蒙古亲王代庆和硕齐于西藏请噶尔旦胡图克图即夕只喇嘛,未详年分,是为该寺法台之始。其后夕只喇嘛赴藏物故,至乾隆十三年,始以拉卜楞寺僧在黑错寺坐床管事,至三十七年,前后共选七人。嗣黑错僧俗闻夕只转生出世,在松潘地方,而拉卜楞寺所放法台又作践滋扰,心怀不服,遂于松潘请喇嘛坐床管事。而拉卜楞寺僧加木样又名札木养,不甘,于三十七年八月呈控青海都统伍,同知张春芳未及细查,但照旧令拉卜楞寺选放。黑错不遵,拉卜楞寺僧又控,都统委大喇嘛索克𠂔、通事刘福才,会同张同知审断,令各管各寺,其法台仍由黑错自行延请,详批完结。

Zwischen dem 21. und 22. Jahr der Kangxi-Ära wurde es von Pencuo Quehedan, einem Lama und einheimischen Beamten, gegründet. Im 2. Jahr der Yongzheng-Ära unterwarf sich dieser Stamm und kam erstmals unter die Verwaltung der Unterpräfektur. Der Abt des Klosters war zuvor der Galdan Khutukhtu — das heißt der Lama Xizhi —, den der mongolische Prinz Daiqing Khoshchi aus Tibet eingeladen hatte; das Jahr ist nicht überliefert. Das war der Anfang des Abtsamts dieses Klosters. Später reiste der Lama Xizhi nach Tibet und verstarb dort; erst im 13. Jahr der Qianlong-Ära begann man, Mönche des Labrang-Klosters im Heicuo-Kloster inthronisieren und die Geschäfte führen zu lassen, und bis zum 37. Jahr waren insgesamt sieben ausgewählt worden. Danach hörten die Mönche und Laien von Heicuo, dass Xizhi in der Gegend von Songpan wiedergeboren worden war; und da der vom Labrang-Kloster eingesetzte Abt sie außerdem schlecht behandelte und belästigte, waren sie unzufrieden und luden einen Lama aus Songpan ein, sich inthronisieren zu lassen und die Geschäfte zu führen. Der Mönch Jamyang vom Labrang-Kloster, auch Zhamuyang genannt, wollte sich damit nicht abfinden und reichte im achten Monat des 37. Jahres Klage beim Befehlshaber von Qinghai, Wu, ein. Der Unterpräfekt Zhang Chunfang untersuchte den Fall nicht eingehend, sondern beließ es beim Alten und ordnete an, dass das Labrang-Kloster den Abt weiterhin auswählen und einsetzen sollte. Heicuo gehorchte nicht, und die Mönche des Labrang-Klosters klagten erneut; der Befehlshaber beauftragte den großen Lama Suoke𠂔 und den Dolmetscher Liu Fucai, gemeinsam mit dem Unterpräfekten Zhang den Fall zu verhandeln. Sie entschieden, dass jede Seite ihr eigenes Kloster verwalten und der Abt wieder von Heicuo selbst eingeladen werden sollte; der ausführliche Bericht wurde genehmigt und der Fall abgeschlossen.

其后都统伍离任,加木样又翻控,委河州业中、候补知县黎珠,同青海员外即百,于三十九年诣黑错查讯,因该寺有当年蒙古亲王改建之说,议令法台由郡王选放,不得仍放拉卜楞寺僧。而加木样不遵断出结,复控都宪。四十一年,委署兰州府康基田、前同知张春芳、署同知谢桓会审,议以黑错寺与拉卜楞寺蒙古喇嘛本无干涉,番民公共香火延请法台,自应听从民便。加木样本不得违众强争,而该处寺院僧俗悉属内地粮民,蒙古喇嘛尤不得公然争控。其所执印照,一为康熙三十七年达赖喇嘛给盆错却合旦之物,拉卜楞既代管多年,何难窃取而托之前生相好布施,不知死后照存何处,转生又何以偕来?妄诞已甚。一为乾隆二十九年章嘉呼图克图所给,内载西北蒙古部落,东南至松潘,并喀加六族皆属管,而今查讯喀加二十一寨寺庙,并无该寺放法台者;一为乾隆十三年蒙古亲王江克楚所给,其中以朝廷粮户属之喇嘛,尤属不合。应请照前次西宁大喇嘛所断,各管各寺,各具译结存案,并咨明理藩院立案。批准饬遵,并咨青海大人,饬郡王追销执照。加木楞未遂所欲,以审断不公,复控青海,移咨查讯。四十二年,饬谢同知传唤两造赴省,而谢桓擅带官兵二千人,将黑错僧俗诱获解讯,以致黑错畏惧求和,仍令加木样选放法台,移咨青海,勒石饬遵。然终不能服黑错之心,因转生之夕只喇嘛尚幼,隐忍十余年。至五十四年,遂自放管事,逐出拉卜楞寺所放法台。加木样又控,经厅营会禀,饬司查案议详:以黑错僧俗七百余户,久隶循化厅管辖,耕田输赋,为内地户民。拉卜楞寺系蒙古郡王所辖,何得以外服喇嘛,思将内地粮户占为己有?且寺内法台,乾隆十三年以前,不经拉卜楞寺选放,则黑错寺本非拉卜楞所管,已可概见。所云前生布施,本妄诞之词。果有此情,青海之大喇嘛又何以断令各管各寺?其为借端妄争,已无疑义。今黑错已将旧日法台之夕只喇嘛仍请入寺,是原人仍归本寺,更无可争。从前谢同知谬断,前司草率议结,以久经咨明理藩院之案,忽而翻断,又不咨明理藩院而私勒石,实为错谬。应照从前各管各寺,咨明理藩院查照,并咨青海都统,将加木样严加管束。总督批准,并出示晓谕两寺。

Danach schied der Befehlshaber Wu aus dem Amt, und Jamyang strengte eine neue Klage an. Man beauftragte Yezhong von Hezhou und den wartenden Kreisamtmann Li Zhu, gemeinsam mit Jibai, einem Yuanwailang von Qinghai, im 39. Jahr nach Heicuo zu gehen, um zu ermitteln und zu verhören; weil es hieß, dieses Kloster sei seinerzeit vom mongolischen Prinzen wiederaufgebaut worden, vereinbarte man, dass der Abt vom Kommanderieprinzen ausgewählt und eingesetzt werden und nicht weiterhin ein Mönch des Labrang-Klosters sein sollte. Jamyang fügte sich dem Urteil jedoch nicht und brachte den Fall nicht zum Abschluss, sondern klagte erneut beim Censorat. Im 41. Jahr beauftragte man Kang Jitian, den amtierenden Präfekten von Lanzhou, den früheren Unterpräfekten Zhang Chunfang und den amtierenden Unterpräfekten Xie Huan mit einer gemeinsamen Verhandlung. Sie vertraten die Auffassung, das Heicuo-Kloster und die mongolischen Lamas des Labrang-Klosters hätten ursprünglich nichts miteinander zu tun, und die Einladung des Abts für den gemeinsamen Kult der Tibeter solle man folglich dem Willen der Leute überlassen. Jamyang hätte sich dem Willen der Allgemeinheit nicht mit Gewalt widersetzen dürfen; außerdem waren die Mönche und Laien der Klöster jenes Ortes sämtlich steuerpflichtige Untertanen des Landesinneren, und mongolische Lamas durften erst recht nicht offen um sie prozessieren. Von den siegelten Urkunden, die er vorlegte, war eine die Urkunde, von Pencuo Quehedan ausgestellt worden war. Da Labrang sie viele Jahre an seiner Stelle verwahrt hatte, wäre es leicht gewesen, sie zu entwenden und als Geschenk einer früheren Freundschaft auszugeben; wo sie nach seinem Tod verwahrt wurde, weiß niemand, und wie sollte sie bei der Wiedergeburt mitgebracht worden sein? Völlig absurd. Eine zweite hatte der Changkya Khutukhtu im 29. Jahr der Qianlong-Ära ausgestellt; darin hieß es, die mongolischen Stämme des Nordwestens, südöstlich bis Songpan, samt den sechs Stämmen von Kaja stünden alle unter seiner Verwaltung — doch bei der Befragung der Tempel der einundzwanzig Kaja-Dörfer fand sich keines, in dem dieses Kloster je einen Abt eingesetzt hätte. Eine dritte hatte der mongolische Prinz Jiangkechu im 13. Jahr der Qianlong-Ära ausgestellt; darin wurden die Steuerhaushalte des Hofes den Lamas zugeordnet, was besonders unangemessen war. Man beantragte, es bei der früheren Entscheidung des Großlamas von Xining zu belassen: jede Seite verwaltet ihr eigenes Kloster, beide hinterlegen übersetzte Vereinbarungen, und es wird dem Hof für äußere Angelegenheiten zur Registrierung gemeldet. Dies wurde genehmigt und zur Befolgung angeordnet; zugleich wurde die Behörde von Qinghai benachrichtigt, der Prinz wurde angewiesen, die Urkunde zu annullieren. Jamyang erreichte nicht, was er wollte, und klagte, die Entscheidung sei unfair, erneut in Qinghai; der Fall wurde dorthin zurücküberwiesen. Im 42. Jahr wurde der Unterpräfekt Xie angewiesen, beide Parteien in die Provinzhauptstadt vorzuladen; Xie Huan aber brachte eigenmächtig zweitausend Soldaten mit, lockte die Mönche und Laien von Heicuo ab und führte sie zum Verhör, so dass Heicuo aus Angst um Frieden bat und Jamyang erneut den Abt einsetzen durfte; man meldete es Qinghai und ließ die Anordnung in Stein meißeln. Doch die Herzen von Heicuo ließen sich nie überzeugen; da der wiedergeborene Lama Xizhi noch ein Kind war, hielten sie über zehn Jahre still. Im 54. Jahr gingen sie dazu über, die Geschäfte selbst zu führen, und vertrieben den vom Labrang-Kloster eingesetzten Abt. Jamyang klagte erneut; nach gemeinsamer Meldung von Unterpräfektur und Lager wurde die Provinzialbehörde angewiesen, den Fall zu prüfen und ausführlich zu beraten. Die siebenhundert Haushalte der Mönche und Laien von Heicuo stehen seit langem unter der Verwaltung der Unterpräfektur Xunhua, bebauen Felder und zahlen Steuern — sie sind Untertanen des Landesinneren. Das Labrang-Kloster untersteht dem mongolischen Kommanderieprinzen; wie konnten Lamas von außerhalb daran denken, steuerpflichtige Haushalte des Landesinneren für sich in Besitz zu nehmen? Zudem wurden die Äbte des Klosters vor dem 13. Jahr der Qianlong-Ära nicht vom Labrang-Kloster ausgewählt; daraus geht hervor, dass das Heicuo-Kloster ursprünglich nicht vom Labrang-Kloster verwaltet wurde. Die Behauptung von einer Schenkung in einem früheren Leben ist absurd; wenn es so gewesen wäre, warum hätte der Großlama von Qinghai dann entschieden, dass jede Seite ihr eigenes Kloster verwalten sollte? Es ist zweifelsfrei ein Streit unter falschem Vorwand. Heicuo hat nun den früheren Abt, den Lama Xizhi, wieder in das Kloster eingeladen — der ursprüngliche Mann kehrt in das ursprüngliche Kloster zurück, es gibt nichts mehr zu bestreiten. Dass der frühere Unterpräfekt Xie falsch entschieden und die frühere Behörde den Fall leichtfertig abschloss, dass ein Fall, der dem Hof für äußere Angelegenheiten längst gemeldet worden war, plötzlich umgekehrt wurde, ohne den Hof zu benachrichtigen, und dass man ihn eigenmächtig in Stein meißelte, ist in der Tat ein Fehler. Es sollte wie früher gehalten werden: jede Seite verwaltet ihr eigenes Kloster; man meldet es dem Hof zur Kenntnis und benachrichtigt den Befehlshaber von Qinghai, Jamyang streng unter Aufsicht zu stellen. Der Generalgouverneur genehmigte dies und ließ beide Klöster öffentlich belehren.

按:谢同知即四十一年同康署府会审之人,未及一年,自行翻案,闻当时实有所为而然。盖拉卜楞寺本豪富也。此案自三十七年至五十五年七月始结,凡十九年。今加木样已死,争端庶几永息矣。

Kommentar: Der Unterpräfekt Xie ist derselbe, der im 41. Jahr gemeinsam mit dem amtierenden Präfekten Kang verhandelt hatte; kein Jahr später stieß er das Urteil selbst um — man hört, damals steckte etwas dahinter. Das Labrang-Kloster war eben sehr wohlhabend. Dieser Fall wurde erst im siebten Monat des 55. Jahres nach dem 37. Jahr abgeschlossen — insgesamt neunzehn Jahre. Jetzt ist Jamyang tot, und der Streit dürfte für immer beigelegt sein.

《循化厅志》 (Chronik der Unterpräfektur Xunhua), Band 6, „Klöster“, Eintrag „Heicuo-Kloster“, zusammengestellt von Gong Jinghan, revidiert von Li Benyuan, Qing-Dynastie, Abschrift aus dem 24. Jahr der Daoguang-Ära

《辛卯侍行记》 (Reiseaufzeichnungen zum Jahr Xinmao)

循化东南三十里张尕工,折西南十里崖慢工,皆撒拉地。十里夕厂沟,有东乡番五寨。南行五十里甘家川,居捏工丨之西,莽剌川之东番族。插帐游牧地五十里拉布楞寺南番十二寨,南抵和硕特南右翼中旗地。拉布楞南有达那河,俗呼大夏河之上游也。如河东北行四十里拉家寺,五十丂里沙沟寺,十五里哈家寺。寺东逾山,即河州老鸦关。寺南七十里黑错寺。黑错东北一日程卡家寺。又东北二百余里至石嘴关,河州商旅赴南番贸易之径也。黑错东南五十里买吾寺,八十里根岔,入洮州番地。六十里旧洮城,四十里杨土司卓尼城。今土司杨作霖,已传十六世,所辖四十八旗,十二章哈族,封疆千余里,俨然牧伯也。卓尼东南渡洮入岷山,经上铁布、下铁布野番上下包坐寨。其八日至四道城,为四川松潘北境。

Dreißig Li südöstlich von Xunhua liegt Zhanggagong; von dort zehn Li südwestlich liegt Yamangong — alles Salar-Land. Zehn Li weiter liegt der Xichang-Graben mit fünf Dörfern der Dongxiang-Tibeter. Fünfzig Li südlich liegt die Ganjia-Ebene, wo westlich des Niegong und östlich der Mangla-Ebene tibetische Stämme ihre Zelte aufschlagen und nomadisch leben. Nach fünfzig Li erreicht man das Kloster Labrang; südlich davon liegen zwölf tibetische Dörfer, und im Süden grenzt es an das Land der rechten hinteren Khoshut-Mittelfahne. Südlich von Labrang fließt der Dana-Fluss, im Volksmund als Oberlauf des Daxia-Flusses bezeichnet. Folgt man dem Fluss vierzig Li nach Nordosten, kommt man zum Kloster Lajia; nach fünfzig Li zum Kloster Shagou, nach fünfzehn Li zum Kloster Hajia. Östlich des Klosters überquert man das Gebirge zum Laoya-Pass von Hezhou. Siebzig Li südlich des Klosters liegt das Kloster Heicuo. Von Heicuo ist es einen Tagessmarsch nordöstlich zum Kloster Kajia; weitere zweihundert Li nordöstlich liegt der Shizui-Pass, der Handelsweg der Kaufleute von Hezhou in die südlichen tibetischen Gebiete. Südöstlich von Heicuo liegt nach fünfzig Li das Kloster Maiwu, nach achtzig Li Gencha, wo das tibetische Gebiet von Taozhou beginnt. Nach sechzig Li kommt man zur alten Stadt Tao, nach vierzig Li zur Stadt Choni des einheimischen Beamten Yang. Der heutige einheimische Beamte Yang Zuolin ist die sechzehnte Generation seiner Linie; er verwaltet achtundvierzig Fahnen und zwölf Zhang-Ha-Stämme über ein Gebiet von mehr als tausend Li — geradezu ein Fürst über seine Weiden. Südöstlich von Choni überquert man den Tao-Fluss, gelangt ins Min-Gebirge, durchquert die Dörfer der oberen und unteren Tiebu und der Baozuo-Tibeter und erreicht nach acht Tagen Sidacheng, die nördliche Grenze von Songpan in Sichuan.

循化西南行四十里,边堵沟十里、边堵塘边堵番七寨。二十里,尕楞沟有下隆务、西番六寨。三十里,上隆务二十里、保安营小堡在山上,有都司。二十里吴屯前明吴、李等四姓防戍留此,言语衣服,变从番族,谓之土民。十里隆务寺上隆务西番十六寨寺东一百二十里有阿巴。那西番八寨。又东南一百十里即拉布楞矣。

Von Xunhua vierzig Li nach Südwesten: der Biandu-Graben, nach zehn Li die Biandu-Teiche mit den sieben Biandu-Dörfern; nach zwanzig Li der Galeng-Graben mit Unter-Rongwo und sechs Dörfern der Westtibeter; nach dreißig Li Ober-Rongwo; nach zwanzig Li die kleine Feste des Bao’an-Lagers auf dem Berg, wo ein Gebietskommandant sitzt. Nach zwanzig Li Wutun: In der früheren Ming-Zeit blieben hier die vier Familien Wu, Li und andere als Garnison zurück; in Sprache und Kleidung sind sie den tibetischen Stämmen angeglichen und werden Leute des Bodens genannt. Nach zehn Li das Kloster Rongwo mit den sechzehn Dörfern der Westtibeter von Ober-Rongwo; hundertzwanzig Li östlich des Klosters liegt Aba, und dies sind die acht Dörfer der Westtibeter. Weitere hundertzehn Li nach Südosten, und man ist in Labrang.

《辛卯侍行记》 (Reiseaufzeichnungen zum Jahr Xinmao), juan 3, Anhang „Nebenwege von Lanzhou“, von Tao Baolian, Qing-Dynastie, Druckausgabe des 23. Jahres der Guangxu-Ära

《平番奏议》 (Eingaben zur Befriedung der Grenztibeter)

当即查勘地势保安营迤西惟黑加硖口为贵德硕乃黑贼番潜入之所应请安设卡隘一处把总一员外委一员兵丁五十名保安营迤南宗卡寺为西南番兴贩口粮接济野番出入之要路应请安设卡隘一处守备一员把总一员外委二员兵丁八十名循化营属迤东南拉布楞寺为四川松潘番子兴贩茶叶铅磺铁觔口粮之总路应请安设卡隘一处守备一员把总一员外委二员兵丁一百名

Wir haben sogleich das Gelände aufgenommen. Westlich des Bao’an-Lagers ist nur der Heijia-Pass ein Ort, über den Räuberstämme aus Guide und Shuonaihei eindringen; dort sollte ein Kontrollpunkt eingerichtet werden mit einem bazong, einem waiwei und fünfzig Soldaten. Südlich des Bao’an-Lagers ist das Kloster Zongka die wichtige Route, auf der die südwestlichen Stämme Getreide handeln und die Außenstämme versorgen; dort sollte ein Kontrollpunkt eingerichtet werden mit einem shoubei, einem bazong, zwei waiwei und achtzig Soldaten. Südöstlich der zum Lager Xunhua gehörenden Gebiete liegt das Kloster Labrang, die Hauptroute, auf der die Stämme aus Songpan in Sichuan Tee, Blei, Schwefel, Eisen und Getreide handeln; dort sollte ein Kontrollpunkt eingerichtet werden mit einem shoubei, einem bazong, zwei waiwei und hundert Soldaten.

夕厂又为汉奸兴贩口粮茶布出入之要路应请安设卡隘一处把总一员外委一员兵丁五十名中库沟路通贵德巴燕戎撒拉汉奸兴贩口粮往拉布楞寺之要路应请安设卡隘一处把总一员外委一员兵丁四十名奇台堡营迤南桥沟为河州土门关汉回奸民兴贩口粮茶布夹带违禁各物之路应请安设卡隘一处外委一员兵丁四十名以上安设卡隘六处官十五员兵丁共三百六十名参将都司按月轮流亲履查勘

Xichang ist zudem eine wichtige Route für den Ein- und Ausgang von Getreide, Tee und Stoffen durch illoyale Chinesen; dort sollte ein Kontrollpunkt eingerichtet werden mit einem bazong, einem waiwei und fünfzig Soldaten. Der Weg durch die Zhongku-Schlucht führt über Guide und Bayanrong; auf ihr ziehen illoyale Salar-Chinesen mit Getreidehandel zum Kloster Labrang; dort sollte ein Kontrollpunkt eingerichtet werden mit einem bazong, einem waiwei und vierzig Soldaten. Südlich des Lagers Qitaibao liegt die Qiao-Schlucht, der Weg, auf dem illoyale Chinesen und Hui aus dem Tumen-Pass von Hezhou Getreide, Tee und Stoffe handeln und verbotene Waren mitführen; dort sollte ein Kontrollpunkt eingerichtet werden mit einem waiwei und vierzig Soldaten. Insgesamt sollen sechs Kontrollpunkte eingerichtet werden, mit fünfzehn Offizieren und dreihundertsechzig Soldaten; die canjiang und dusi wechseln sich monatlich ab, sie persönlich zu inspizieren.

现据隆务寺苏拉喇嘛旧昂赏根敦尖木错新昂𧴺根敦什加布同称该族所管番侩一千余家皆系熟番种地者十之三四余俱牧放为业其不敷口粮向由巴燕戎之甘都堂地方并拉布楞寺二处驮运应请责令隆务寺新旧昂负查明不敷粮数每年请票易换并严禁该僧人等亦不得私入内地各自易换口粮以杜接济野番之獘

Wie die Sula-Lamas des Klosters Rongwo, der frühere Ang Gendun Jianmuicuo und der neue Ang Gendun Shijiabu, übereinstimmend berichten, zählen die von diesem Stamm verwalteten Tibeter mehr als tausend Haushalte; es sind sesshafte Stämme, von denen drei bis vier Zehntel Ackerbau treiben, während die übrigen von der Viehzucht leben. Ihr fehlendes Getreide wurde bisher von zwei Orten herbeigeschafft: von Gandutang bei Bayanrong und vom Kloster Labrang. Es sollte angeordnet werden, dass die früheren und neuen Ang des Klosters Rongwo die Fehlmengen feststellen und jährlich Lizenzen für den Umtausch beantragen; zugleich sollte diesen Mönchen streng verboten werden, ohne Erlaubnis ins Landesinnere zu gehen und Getreide selbst umzutauschen, um das Übel der Versorgung der Außenstämme abzustellen.

《平番奏议》 (Eingaben zur Befriedung der Grenztibeter), juan 4, von Na Yancheng, Qing-Dynastie, Druckplatten der Lanyuan-Agong-Halle

又拉布浪宗卡隆务招聚喇嘛至二三万人僧侣太繁中藏奸宄亦情事所必有而茶粮之禁我已制其生死之命亦无难逐细编查清其流獘

Überdies ziehen Labrang, Zongka und Rongwo Lamas in Zehn- bis Zwanzigtausenden an; bei so vielen Mönchen verbergen sich zwangsläufig auch üble Elemente. Mit dem Verbot von Tee und Getreide aber habe ich ihnen bereits die Lebensader in der Hand; es wird nicht schwer sein, sie im Einzelnen zu registrieren und die Auswüchse zu beseitigen.

《平番奏议》 (Eingaben zur Befriedung der Grenztibeter), juan 4, „Brief an den Minister Yitang über die Angelegenheiten der Grenztibeter“, von Na Yancheng, Qing-Dynastie, Druckplatten der Lanyuan-Agong-Halle

《懋亭自定年谱》 (Die selbstverfasste Chronik von Maoting)

六月二十九日具奏西宁办事大臣纳尔松阿来信言拉布楞寺喇嘛与隆务昂肖控争随桑喇嘛所居寺院并未杳看案卷率听拉布楞寺喇嘛呈控之言即欲檄调撒拉儿兵三四千名将隆务昂肖剿灭所获牲畜赏给撒抗儿兵丁以完其事

Am 29. Tag des sechsten Monats reichte ich eine Eingabe ein: Der kaiserliche Resident von Xining, Narsungga, hatte mir geschrieben, dass die Lamas des Labrang-Klosters mit dem Angxiao von Rongwo um das Kloster stritten, in dem der Lama Suisang wohnt; ohne die Akten auch nur anzusehen, habe er sich die Klage der Lamas von Labrang zu eigen gemacht und beabsichtige, drei- bis viertausend Salar-Soldaten aufzubieten, um den Angxiao von Rongwo niederzuschlagen und die erbeuteten Herden den Salar-Soldaten zu überlassen, um die Sache zu erledigen.

《懋亭自定年谱》 (Die selbstverfasste Chronik von Maoting), juan 2, von Changling, Qing-Dynastie

《清实录》 (Die Wahrhaften Aufzeichnungen der Qing)

壬子,谕内阁:长龄奏西宁办事大臣纳尔松阿办理蒙古番子事务,粗心轻率一折。上年拉布楞寺喇嘛与隆务昂𭕆控争寺院,纳尔松阿辄听拉布楞寺喇嘛之言,札致长龄,欲檄调撒拉尔兵三四千名,将隆务昂𭕆剿灭,实属冒昧。纳尔松阿不胜办事大臣之任,著交部议处,即来京听候部议。

Renzi. Erlass an den Thronsaal: Changling berichtet in einer Eingabe, dass der kaiserliche Resident von Xining, Narsungga, die Angelegenheiten der mongolischen Stämme nachlässig und leichtfertig gehandhabt habe. Im vergangenen Jahr stritten die Lamas des Labrang-Klosters mit dem Angsuo von Rongwo um ein Kloster; Narsungga folgte sogleich den Worten der Labrang-Lamas, schrieb an Changling und wollte drei- bis viertausend Salar-Soldaten aufbieten lassen, um den Angsuo von Rongwo niederzuschlagen — wahrlich überstürzt. Narsungga ist dem Amt des kaiserlichen Residents nicht gewachsen; er soll zur Disziplinarprüfung an das Ministerium überwiesen werden und umgehend nach Peking kommen, um die Entscheidung abzuwarten.

《清实录》 (Die Wahrhaften Aufzeichnungen der Qing), Renzong-Verzeichnisse, juan 344, Tag renzi im siebten Monat des 23. Jahres der Jiaqing-Ära

丙子,谕内阁:理藩院奏遵议呼图克图开导番族出力奖叙一折,嘉木样呼图克图于查办番族积案之时,切为开导,俾番众倾心向化,实属深明大义,志向可嘉。加恩著赏给广济禅师名号,以示优异。

Bingzi. Erlass an den Thronsaal: Der Hof für äußere Angelegenheiten berichtet in einer Eingabe über die Belohnung der Khutukhtus, die sich bei der Aufklärung der Stämme verdient gemacht haben. Der Khutukhtu Jamyang hat bei der Untersuchung der alten Stammesfälle eindringlich auf die Stämme eingewirkt, so dass sie sich von Herzen zugeneigt bekehrten — das zeugt von tiefem Verständnis für das rechte Prinzip, und seine Haltung verdient Lob. In Gnaden werde ihm der Ehrentitel Chan-Meister Guangji verliehen, um seine Verdienste sichtbar zu machen.

《清实录》 (Die Wahrhaften Aufzeichnungen der Qing), Dezong-Verzeichnisse, juan 145, Tag bingzi im vierten Monat des 8. Jahres der Guangxu-Ära

四川总督刘秉璋奏:请饬陕甘总督等将番匪棒周解川审办。得旨:著即咨行杨昌濬、萨凌阿,严饬拉布浪寺,将首匪棒周交出,解赴四川,归案审办。

Der Generalgouverneur von Sichuan, Liu Bingzhang, berichtet: Es möge angeordnet werden, den Generalgouverneur von Shaan-Gan anzuweisen, den Stammesbanditen Bang Zhou nach Sichuan zur Verhandlung zu überstellen. Erlass: Man benachrichtige umgehend Yang Changjun und Saling’a und weise das Kloster Labrang streng an, den Rädelsführer Bang Zhou auszuliefern und nach Sichuan zu überstellen, damit der Fall dort verhandelt wird.

陕甘总督杨昌濬等奏:甘肃循化厅拉布楞寺番僧搆衅械斗,业经弹压解散,照番例断结,请将出力各员酌予奖叙。得旨:著准其酌保数员,毋许冒滥。

Der Generalgouverneur von Shaan-Gan, Yang Changjun, und andere berichten: Die tibetischen Mönche des Labrang-Klosters in der Unterpräfektur Xunhua in Gansu haben sich zu einem bewaffneten Handgemenge verstiftet; nach Niederdrückung und Auflösung wurde der Fall nach Stammesbrauch abgeschlossen. Es wird gebeten, die verdienten Beamten entsprechend zu belohnen. Erlass: Einige wenige dürfen gemeldet werden, doch ohne Übermaß.

《清实录》 (Die Wahrhaften Aufzeichnungen der Qing), Dezong-Verzeichnisse, juan 278, Tag gengchen im zwölften Monat des 15. Jahres der Guangxu-Ära

谕军机大臣等:杨昌濬、奎顺奏查明川属番案大概情形一折。据称拉布浪寺呼图克图、嘉木样被控各节,现已派员究办。惟棒周系川属热档坝土百户之侄,是否逃回该坝,抑窜入果洛克番族,均属川省所辖,请饬该将军、总督就近缉拏讯办。等语。此案日久未结,必应迅将棒周严拏到案,即著雅尔坚、刘秉璋迅饬所属严密查拏,归案审办。并著杨昌濬等督饬派出之员,认真查办,总期妥速办结,毋得彼此推诿,再事耽延。杨昌濬等原折著钞给雅尔坚、刘秉璋阅看。将此谕知雅尔坚、刘秉璋、杨昌濬,并传谕奎顺知之。

Erlass an die Räte des Kriegsrats: Yang Changjun and Kuisun berichten in einer Eingabe über den allgemeinen Stand des Stammesfalls in Sichuan. Ihrem Bericht zufolge sind die Anschuldigungen gegen den Khutukhtu des Labrang-Klosters, Jamyang, bereits an Beauftragte zur Untersuchung überwiesen worden. Da Bang Zhou jedoch der Neffe des einheimischen Häuptlings von Redangba in Sichuan ist — ob er in jenen Damm zurückgeflohen oder zu den Golok-Stämmen entkommen ist, fällt beides in die Zuständigkeit von Sichuan —, so bitten sie, den dortigen General und Generalgouverneur anzuweisen, ihn unverzüglich zu verhaften und zu verhören. So heißt es. Dieser Fall ist seit langem ungelöst; Bang Zhou muss rasch und sicher verhaftet und der Justiz überstellt werden. Yaqijian and Liu Bingzhang sollen ihre Untergebenen anweisen, ihn sorgfältig zu fassen und zur Verhandlung zu bringen; Yang Changjun und die anderen sollen die entsandten Beamten anhalten, gründlich zu ermitteln, damit der Fall geordnet und rasch abgeschlossen wird, ohne gegenseitiges Schieben und weitere Verzögerung. Die Originaleingabe von Yang Changjun und anderen soll Yaqijian und Liu Bingzhang in Abschrift zur Kenntnis gegeben werden. So ist es Yaqijian, Liu Bingzhang und Yang Changjun bekanntzugeben und Kuisun zu übermitteln.

《清实录》 (Die Wahrhaften Aufzeichnungen der Qing), Dezong-Verzeichnisse, juan 312, Tag dinghai, erster Tag des sechsten Monats des 18. Jahres der Guangxu-Ära

又谕:恭寿、刘秉璋奏:甘省拉布浪寺侵占川番各寨,请饬严办一折。据称甘省查办番案,拉布浪寺嘉木㨾窝藏匪犯棒周,串同抢劫,纵令黑窝、香错等率兵侵占焚掠,杨昌濬等漫无觉察,以致案久未结。请饬勒令该寺退还各寨,撤回管寨喇嘛,并严办带兵焚掠之黑窝。等语。此案前经谕令杨昌濬等派员认真查办,并令恭寿等会商妥办,不得互相推诿。兹据恭寿等所奏各节,是拉布浪寺显有欺诳刁抗情形,亟应彻底查究,以遏乱萌。即著杨昌濬等按照川省所指各节,懔遵前旨,确切查办,迅速覆奏,不得稍涉回护,致干咎戾。恭寿等折著钞给杨昌濬、奎顺阅看。将此各谕令知之。

Ferner wird verfügt: Gongshou and Liu Bingzhang berichten in einer Eingabe, dass das Labrang-Kloster in Gansu die Dörfer der tibetischen Stämme in Sichuan übergriffen hat, und bitten um strenge Verfolgung. Ihrem Bericht zufolge hat Jamyang vom Labrang-Kloster den Verbrecher Bang Zhou versteckt, sich mit ihm zu Raubzügen verschworen und Heiwo, Xiangco und andere mit Truppen Dörfer erobern und niederbrennen lassen; Yang Changjun und andere haben dies nicht bemerkt, so dass der Fall lange offen blieb. Sie bitten, das Kloster anzuweisen, die Dörfer zurückzugeben, die dort verwaltenden Lamas abzuziehen und Heiwo, der mit Truppen plünderte und brandschatzte, streng zu bestrafen. So heißt es. Zu diesem Fall wurde früher bereits angeordnet, Yang Changjun und andere sollten Beamte zur gründlichen Untersuchung entsenden, und Gongshou und andere sollten gemeinsam beraten, ohne sich gegenseitig zu schieben. Nach den nun von Gongshou und anderen vorgetragenen Punkten zeigt das Labrang-Kloster offenbar betrügerisches und hartnäckig widersetzliches Verhalten; es muss gründlich untersucht werden, um dem Unruheherd zu wehren. Yang Changjun und die anderen sollen sich gemäß den von Sichuan aufgezeigten Punkten an die früheren Erlasse halten, genau ermitteln, rasch Bericht erstatten und keinerlei Schonung walten lassen, um sich nicht strafbar zu machen. Die Eingabe von Gongshou und anderen ist Yang Changjun und Kuisun in Abschrift zur Kenntnis zu geben. So ist es ihnen jeweils bekanntzugeben.

《清实录》 (Die Wahrhaften Aufzeichnungen der Qing), Dezong-Verzeichnisse, juan 329, Tag wuchen im zehnten Monat des 19. Jahres der Guangxu-Ära

谕军机大臣等:恭寿、鹿传霖奏:甘肃拉布浪寺番僧滋扰川边番寨,查办完结,并将退还各寨及赔偿银两,开单呈览一折。甘省循化厅属拉布浪寺番僧,恃其人强地远,部落又与川境毗连,川属各番寨被其句诱并吞,为时已久。现经夏毓秀前往查办,该寺番僧将所占番寨一律退还,并赔偿银物,办理尚为妥协。即著恭寿、鹿传霖督饬夏毓秀,转饬该土千百户,各安住牧,不得再听句结,并将札、盖二十一户积案,速为清理。其棒周一犯,仍饬严缉,务获惩办,以绝根株。将此谕令知之。

Erlass an die Räte des Kriegsrats: Gongshou and Lu Chuanlin berichten in einer Eingabe: Die Untersuchung der Übergriffe tibetischer Mönche des Labrang-Klosters in Gansu auf die Stammesdörfer an der Grenze zu Sichuan ist abgeschlossen; die zurückgegebenen Dörfer und die gezahlten Entschädigungen werden in einer Liste vorgelegt. Die tibetischen Mönche des Labrang-Klosters in der Unterpräfektur Xunhua in Gansu, stark an Menschen und fern gelegen, mit Stämmen, die an Sichuan grenzen, haben die dortigen Dörfer lange durch Anwerbung verschlungen. Nachdem Xia Yuxiu hingegangen ist und den Fall untersucht hat, haben die Mönche des Klosters die besetzten Dörfer sämtlich zurückgegeben und Entschädigung in Silber und Gütern gezahlt; die Erledigung ist zufriedenstellend. Gongshou and Lu Chuanlin sollen Xia Yuxiu anhalten, die betreffenden einheimischen Häuptlinge anzuweisen, ruhig zu bleiben und zu weiden und keinen weiteren Verbindungen zu folgen; zudem sollen die alten Fälle der einundzwanzig Haushalte von Zha und Gai rasch bereinigt werden. Der Verbrecher Bang Zhou ist weiterhin streng zu fahnden, er muss gefasst und bestraft werden, um die Sache an der Wurzel auszurotten. So ist es bekanntzugeben.

《清实录》 (Die Wahrhaften Aufzeichnungen der Qing), Dezong-Verzeichnisse, juan 401, Tag jimao im zweiten Monat des 23. Jahres der Guangxu-Ära

《左文襄公书牍》 (Briefe von Zuo Zongtang)

至拉卜塄各寺头目,该局抽费一节,原因河、循回氛猖獗,力图扞御,所抽之货物,厘课甚重,大抵皆海藏及玉树土司等处东来者。陈舫仙于河、循平定后,谕其毋复私抽厘金。拉卜塄各寺以所收五千两缴公,而每年所收用之二十余万,未尝过问,弟亦未尝言及,盖大体应如此而止也。

Was die Häuptlinge der Klöster von Labrang betrifft: Die Erhebung von Gebühren durch das Büro geschah ursprünglich, weil die Unruhen in Hezhou und Xunhua wüteten und man sich dagegen wehren musste; die Abgaben auf die Waren waren sehr hoch und betrafen meist Waren, die aus Kokonor, vom Land der Tusi von Yushu und anderen Orten ostwärts kamen. Nach der Befriedung von Hezhou und Xunhua wies Chen Fangxian an, keine Abgaben mehr eigenmächtig zu erheben. Die Klöster von Labrang übergaben fünftausend Liang Silber aus ihren Erhebungen an die Staatskasse; doch die über zweihunderttausend Liang, die sie jährlich einnahmen und ausgaben, wurden nie behelligt, und auch ich habe nie davon gesprochen — im Großen und Ganzen sollte es dabei bleiben.

《左文襄公书牍》 (Briefe von Zuo Zongtang), juan 13, „Antwort an Wang Langqing“, von Zuo Zongtang, Qing-Dynastie, Druckausgabe des 14. Jahres der Guangxu-Ära

来书既以拨归洮州为是,即可照此定局,免致因彼此意见参差,酿成事故。弟于此事,原以买吾等番既求改拨,自宜就近度地处之,方符愚民心愿,且将来入告,不患无词。买吾等番既改隶洮州,拉卜塄事同一体,即如来书一并拨归洮州可也。

Da Ihr Schreiben die Überweisung an Taozhou für richtig hält, kann die Sache so festgelegt werden, damit unterschiedliche Ansichten nicht zu Vorfällen führen. In dieser Angelegenheit habe ich von Anfang an gemeint: Da die Stämme von Maiwu selbst um die Umgliederung gebeten haben, sollte man nach der nächstgelegenen Stelle verfahren; so entspricht es dem Wunsch der einfachen Leute, und bei künftigen Meldungen an den Thron wird es nicht an Worten mangeln. Nun da die Stämme von Maiwu an Taozhou umgegliedert sind, ist Labrang derselbe Fall — es kann, wie Ihr Schreiben vorschlägt, mit ihnen zusammen an Taozhou überwiesen werden.

《左文襄公书牍》 (Briefe von Zuo Zongtang), juan 13, „Antwort an Wang Langqing“, von Zuo Zongtang, Qing-Dynastie, Druckausgabe des 14. Jahres der Guangxu-Ära

《左文襄公奏稿》 (Eingaben von Zuo Zongtang)

一收甘肃拉卜楞番寺捐款银四千八百一十六两

Einnahme: Spende der tibetischen Klöster von Labrang in Gansu in Höhe von viertausendachthundertsechzehn Liang Silber.

《左文襄公奏稿》 (Eingaben von Zuo Zongtang), juan 54, beigefügte Aufstellung der Eingabe „Postenweise Abrechnung der Militärausgaben des 13. Jahres der Tongzhi-Ära“, von Zuo Zongtang, Qing-Dynastie, Druckausgabe des 14. Jahres der Guangxu-Ära

《甘肃通志稿文化志》 (Kulturteil des Entwurfs einer Provinzialmonographie von Gansu)

西宁县塔儿寺有大小金瓦寺,皆铜瓦鋈金■。夏河县拉卜愣寺,金瓦尤多。临洮、临潭之间,莲花山有铁瓦寺,长十尺奇。贵德县东南有铁瓦寺。

Im Kreis Xining hat das Kloster Ta’er einen großen und einen kleinen Tempel mit goldenen Ziegeldächern, beide aus vergoldetem Kupfer. Das Kloster Labrang im Kreis Xiahe hat besonders viele goldene Ziegeldächer. Zwischen Lintao und Lintan liegt der Lianhua-Berg mit einem Tempel mit eisernen Ziegeln, über zehn Chi lang. Südöstlich des Kreises Guide gibt es ebenfalls einen Tempel mit eisernen Ziegeln.

《甘肃通志稿文化志》 (Kulturteil des Entwurfs einer Provinzialmonographie von Gansu), von Deng Long, Republikzeit, Manuskript

Historische Fotografien

1932–1933

Der amerikanische Journalist Harrison Forman fotografierte das Labrang-Kloster erstmals in den Jahren 1932 bis 1933; er hielt den Blick über Kloster und Siedlung, den großen Sutraal, den Tempel mit dem goldenen Ziegeldach, den goldenen Chörten, den Markt neben dem Kloster, die Pilger beim Umrundung des Chörten und den Tanz der schwarzen Hüte fest. Die Negative liegen in der Bibliothek der American Geographical Society an der University of Wisconsin–Milwaukee; die Katalogeinträge sind Blick über Kloster und Siedlung, großer Sutraal, Tempel mit goldenem Ziegeldach, goldener Chörten, Markt neben dem Kloster, Pilger beim Umrundung des Chörten und Tanz der schwarzen Hüte.

1936

Forman besuchte das Labrang-Kloster 1936 erneut und hinterließ eine Nahaufnahme der vergoldeten Spitze des goldenen Chörten.

1937

1937 fotografierte Forman außerdem das Labrang-Kloster im Panorama, den großen Sutraal mit der Gebetsmühlen-Galerie, die Front des Tempels mit dem goldenen Ziegeldach, eine unter Gerüsten restaurierte Buddhahalle sowie ein Porträt des fünften Jamyang Tenpai Gyaltsen.

Literatur

  • Gazetteer der Tibetischen Autonomen Präfektur Gannan, Teil Ethnien (Plattform für lokale Chroniken von Gansu): der Eintrag dazu, wie Chaghan Danjin im 48. Jahr der Kangxi-Ära Jamyang Shêpa Dorje zur Gründung des Labrang-Klosters einlud und fünfhundert Untertanenhaushalte als Kultus-Haushalte schenkte.
  • Gazetteer des Kreises Xiahe (Plattform für lokale Chroniken von Gansu): der Eintrag zum Baubeginn des großen Sutrasaals im 50. Jahr der Kangxi-Ära und zum anschließenden Bau der Jamyang-Buddhahalle und der unteren tantrischen Kollegie; in der Biographie des fünften Jamyang und der Chronik zudem die Einträge zur Trostdelegation von 1938, zur Flugzeugspende von 1943 und zur Tafel „Wer das Vermögen gibt, schützt das Land“.
  • „Der fünfte Jamyang: Für den Widerstand auch bereit, sein Leben zu geben“ (China Tibetology, Vortrag von Xirao Nyima): die Predigtgeschichte des „Schreibens an die mongolischen und tibetischen Landsleute zur Verbreitung des Widerstands und Aufbaus“ und Auszüge aus dem Schlusssegen.
  • Yu Liping, Guo Jiayin, Ning Peilin: „Wirkung und Bedeutung des „Schreibens an die mongolischen und tibetischen Landsleute zur Verbreitung des Widerstands und Aufbaus“ des fünften Jamyang“, Journal of Tibet Minzu University (Philosophy and Social Sciences), 2023, Nr. 6: Form und Inhalt der zweisprachigen Stein-Druckausgabe mit Auszügen aus Aufruf und Schlusssegen.
  • Zhiguanba Gongquehu Danbaraji: Geschichte von Religion und Politik in Amdo, übersetzt von Wu Jun, Mao Jizu und Ma Shilin, Gansu Nationalities Publishing House 1989 (tibetische Ausgabe 1987): die 1865 vollendete tibetische Geschichte von Religion und Politik in Amdo, die zentrale tibetische Quelle zur Gründungsgeschichte des Labrang-Klosters und zur Linie der Jamyang.
  • Labrang Tashikhyil, The Treasury of Lives: Klostergeschichte und die sechs Kollegien.
  • Überblick über die historische Entwicklung (Volksregierung des Kreises Xiahe): der Eintrag zur Einrichtung des Labrang-Verwaltungsbüros im 16. Jahr der Republik und zur Umbenennung in den Kreis Xiahe im 17. Jahr.